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Vorwort zur Weimarer Republik

Die Zeit nach dem ersten Weltkrieg gestaltete sich auch für die Schorfheide als Auf- und Umbruchzeit. Das kaiserliche Hofjagdgebiet wurde aufgelöst. Die monarchistisch eingestellten Forstbeamten hatten Schwierigkeiten mit den neuen politischen Verhältnissen. Die Schorfheide wurde zum bevorzugten Jagdgebiet des preußischen Ministerpräsidenten Otto Braun sowie des zweite Reichspräsidenten Paul von Hindenburg. Der Sozialdemokrat Braun verstand sich über die Jagd gut mit dem politisch konservativen Reichspräsidenten von Hindenburg. Zwischen den beiden entwickelte sich in der zweiten Hälfte der zwanziger Jahre eine bemerkenswerte Jagdfreundschaft. In der Weimarer Republik erfolgte auch eine zunehmend touristische Nutzung der Schorfheide. Die Großstadt Berlin bewirkte erste Formen des Massentourismus. Im Gegenzug wurde im Interesse der jagenden Politprominenz Ende der zwanziger Jahre der Landschaftsschutz gefördert. Die Weltwirtschaftskrise und die politische Radikalisierung zu Beginn der dreißiger Jahre hatten auch Auswirkungen auf die jagd- und forstpolitischen Verhältnisse in der Schorfheide.

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Weimarer Republik

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