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Vorwort zum Thema NS-Zeit

NS-Zeit – Machtmensch Göring 1933 - 1945


In der NS-Zeit wurde die Schorfheide maßgeblich durch das Wirken von Hermann Göring geprägt, der sich selbst als „Herr der Schorfheide“ und „Waldfürst“ sah. Innerhalb kurzer Zeit ließ Göring die Strukturen des Jagd- und Forstwesens sowie des Naturschutzes verändern und neue Gesetze in Kraft treten, um seine Träume und Visionen von der Jagd, seinem persönlichen Waldreich und einer Urwildlandschaft Wirklichkeit werden zu lassen. So rigoros, wie er bei der Etablierung des Terrorsystems 1933 vorgegangen war, so sorgte er auch für die Umgestaltung des Jagd- und Forstwesens sowie Naturschutzes. Im Jahre1934 wurde der „Natur- und Urwildpark Schorfheide“ gegründet; 1936 kam es zur Errichtung der „Stiftung Schorfheide“. Die Schorfheide erreichte in der NS-Zeit mit rund 60.000 Hektar ihre größte verwaltungsmäßige Ausdehnung. In die Schorfheide ließ sich Göring den Waldhof „Carinhall“ bauen. Dort empfing er hochrangige Politiker, Militärs und Diplomaten. Mit seiner „Jagddiplomatie“ traf er weitreichende politische und militärische Entscheidungen.

 

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