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DDR – Jagd in der Schorfheide

DDR – Jagd in der Schorfheide
1949 – 1990

In der DDR wurde im November 1953 mit dem „Gesetz zur Regelung des Jagdwesens“ das Jagdrecht vom Eigentum an Grund und Boden getrennt. Die Jagd sollte von nun ab nur noch als Kollektivjagd ausgeübt werden. Doch die SED-Führung sicherte sich nach und nach eine große Zahl an Waldgebieten für die Staats- und Diplomatenjagd. Hinzu kamen besondere Jagdareale für hohe Funktionäre, Militärs und Staatssicherheitsleute. Zudem waren große Waldflächen für die Jagd der in der DDR stationierten sowjetischen Truppen reserviert.

In der Schorfheide entstanden in der ersten Hälfte der siebziger Jahre personengebundene Sonderjagdgebiete auf einer Fläche von mehr als 20.000 Hektar. Davon konnte der SED-Chef Erich Honecker etwa zwei Drittel für seine Jagden und auch für seine machtpolitischen Ambitionen nutzen. Im Oktober 1964 begann in der Schorfheide die „mächtige Jagdfreundschaft“ zwischen dem sowjetischen Parteiführer Leonid Breschnew und Erich Honecker. In den achtziger Jahren spielte die Schorfheide bei der Gestaltung der deutsch-deutschen Beziehungen eine wichtige Rolle.

 

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